Lichtplanung und Ausschreibung für kommunale Straßenbeleuchtung
Ein Beleuchtungsprojekt scheitert selten an der Technik, sondern an unklaren Anforderungen und Unterlagen, die Angebote nicht vergleichbar machen. Wir unterstützen Kommunen, Stadtwerke und Planungsbüros entlang der gesamten Kette: Bestandsaufnahme, Klärung der Anforderungen, lichttechnische Auslegung, Auswahl von Leuchte, Node und Lichtmanagement, technische Beschreibungen für die Vergabe, Umsetzung über Partner sowie Inbetriebnahme und Übergabe. Rechtliche Beratung leisten wir nicht, die Vergabeverantwortung bleibt bei der Vergabestelle.
- Bestandsaufnahme und Bewertung je Lichtpunkt
- Auslegung nach Straßenfunktion und Geometrie
- Technische Beschreibungen für die Vergabe
- Inbetriebnahme und dokumentierte Übergabe
Schritt 1: Bestand aufnehmen
Am Anfang steht eine belastbare Datenbasis. Erfasst werden Lichtpunkte mit Standort, Masthöhe, Mastabstand, Leuchtentyp, Leistung, Zustand, Schaltgruppe und der Funktion der Straße. In vielen Kommunen existieren diese Angaben verteilt über Karten, Abrechnungen und Erfahrungswissen einzelner Personen.
Wir führen diese Quellen zu einer Lichtpunktliste zusammen und markieren offene Punkte. Das ist unspektakulär, entscheidet aber über die Qualität aller späteren Schritte, von der Auslegung bis zur Kostenschätzung.
Schritt 2: Anforderungen klären
Bevor Produkte betrachtet werden, muss klar sein, was die Beleuchtung leisten soll. Dazu gehören die Funktion und Nutzung jeder Straße, die für das Projekt maßgeblichen normativen Anforderungen, gestalterische Vorgaben in Ortskernen, Anforderungen aus Naturschutz oder Anwohnerbelangen sowie die betrieblichen Wünsche der Verwaltung.
Wir formulieren diese Anforderungen so, dass sie prüfbar sind und sich auf die projektspezifischen Vorgaben und die einschlägigen Normen beziehen. Pauschale Zusicherungen einer Normkonformität ohne Projektbezug wären nicht belastbar und vermeiden wir bewusst.
Schritt 3: Lichttechnische Auslegung
Die Auslegung erfolgt anhand der Geometrie, nicht durch Wattvergleich. Masthöhe, Mastabstand, Fahrbahn- und Gehwegbreite, Überhang und Anordnung bestimmen, welche Lichtverteilung passt. Ergebnis sind Varianten mit Nachweisen, die zeigen, welche Kombination die Anforderungen erfüllt und welche Auswirkungen sie auf Anschlussleistung und Betrieb hat.
- Variantenvergleich: Mehrere tragfähige Auslegungen statt einer einzigen Empfehlung, damit die Entscheidung nachvollziehbar bleibt.
- Steuerungskonzept: Dimmprofile und optional adaptive Szenarien werden Teil der Auslegung, nicht ein späterer Zusatz.
- Wirtschaftlichkeit: Verbrauch, Instandhaltung und Investition werden gemeinsam betrachtet, mit offen ausgewiesenen Annahmen.
Schritt 4: Produkt- und Systemauswahl
Aus der Auslegung folgt die Zusammenstellung: Wo eine vorhandene, geeignete LED-Leuchte bleibt, wird ein Node nachgerüstet. Wo die Leuchte ersetzt wird, kommt die EnvioLux Systemleuchte zum Einsatz, im Systemangebot immer mit Node und Anbindung an EnvioTerminal. In beiden Fällen ist das Lichtmanagement Bestandteil der Lösung und nicht eine Option.
Für die Beschreibung in Unterlagen trennen wir Schnittstelle, digitale Ansteuerung und benötigte Betriebsdaten. Unsere Produkte werden dabei korrekt als kompatibel mit Zhaga Book 18 & D4i beschrieben.
Schritt 5: Unterlagen für die Vergabe
Wir liefern technische Beschreibungen, Leistungsmerkmale und Mengengerüste in einer Form, die sich in Vergabeunterlagen übernehmen lässt. Ziel ist Vergleichbarkeit: Angebote sollen sich an denselben Anforderungen messen lassen, statt an unterschiedlich ausgelegten Formulierungen.
Die Verantwortung für Verfahren, Fristen und die vergaberechtliche Prüfung liegt bei der Vergabestelle. Unsere Unterlagen sind fachlich-technischer Input, keine Rechtsberatung, und sollten vor Veröffentlichung von der Vergabestelle geprüft werden.
Fördermittel
Beleuchtungsprojekte werden häufig über Förderprogramme mitfinanziert, deren Bedingungen sich ändern. Wir ordnen ein, welche Anforderungen ein Programm typischerweise an Technik und Nachweise stellt, und stimmen die Unterlagen darauf ab. Die verbindliche Auskunft zur Förderfähigkeit erteilt die jeweilige Förderstelle.
Schritt 6: Umsetzung, Inbetriebnahme und Übergabe
- Montage über Partner: Ausführung über Elektro- und Montagepartner, abschnittsweise geplant und koordiniert.
- Inbetriebnahme: Nodes werden aufgenommen, Lichtpunkten zugeordnet und in Gruppen gegliedert.
- Profile einrichten: Kalender, Dimmkurven und, wo vorgesehen, adaptive Szenarien werden eingestellt und geprüft.
- Dokumentation: Aktualisierte Lichtpunktliste, Zuordnung und Einstellungen als Grundlage für den Betrieb.
- Einweisung: Die Personen, die später mit dem System arbeiten, werden an ihrem eigenen Bestand eingewiesen.
Für Planungsbüros
Planungsbüros arbeiten mit uns dort zusammen, wo Steuerung und Lichtmanagement Teil des Projekts sind. Wir liefern die technischen Angaben zu Nodes, Systemleuchte und Plattform, die für Auslegung und Beschreibung nötig sind, und bleiben in der Beschreibung offen genug, dass die Vergabe nicht unnötig verengt wird.
Was ausgelegt und beschrieben wird
EnvioLux Systemleuchte
Leuchte für den Ersatz, lichttechnisch ausgelegt und immer mit Node und Lichtmanagement geliefert.
EnvioLux Core Kit
Nodes und Gateways für Bereiche, in denen die vorhandene LED-Leuchte bleibt.
EnvioTerminal (IMS)
Lichtmanagement als Bestandteil der Lösung, inklusive Inbetriebnahme und Zuordnung.
Häufige Fragen zu Planung und Vergabe
- Übernehmen Sie die Ausschreibung für uns?
- Wir liefern die fachlich-technischen Unterlagen und Mengengerüste. Das Vergabeverfahren selbst führt die Vergabestelle, ebenso die rechtliche Prüfung der Unterlagen.
- Können Sie Normkonformität garantieren?
- Wir legen anhand der projektspezifischen Anforderungen und der einschlägigen Normen aus und weisen die Ergebnisse nach. Eine pauschale Garantie unabhängig vom Projekt wäre nicht belastbar.
- Was, wenn keine Bestandsdaten vorliegen?
- Dann beginnt das Projekt mit der Aufnahme. Ein Kartenauszug und eine Abrechnung genügen für einen ersten Zuschnitt, die Details ergänzen wir gemeinsam.
- Arbeiten Sie mit unserem Planungsbüro zusammen?
- Ja. Wir liefern die technischen Angaben zu Nodes, Leuchte und Plattform und ordnen uns in die bestehende Projektstruktur ein.
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Schicken Sie uns, was vorhanden ist. Wir ordnen die nächsten Schritte, benennen die offenen Punkte und schlagen einen sinnvollen ersten Abschnitt vor.